Zagreb.Ilica 1:1
- Autor*innen
- Karmen Janzekovic
- Betreuung
- Datum (veröffentlicht)
- 2024
- Bild
- © Karmen Janzekovic
Ilica ist mit 5,7 km die viertlängste und kulturhistorisch die bedeutenste Straße in der Stadt Zagreb. Durch unterschiedliche Phasen und die verändernte Stadtdynamik wechselte ihre Form die zum heutigen Stadtbild beigetragen hat. Ilica dient als Hauptverbindung zwischen dem West- und Ostteil der Stadt, weswegen sie dichter Verkehr, Stau und Lärm kennzeichen. Anders sind die Teile der Ilica-Straße die näher zum Stadtzentrum liegen. Dort trägt die Straße durch Benutzung der Erdgeschossräume zu einer lebhaften Straßenatmosphäre bei. Ganz anders sieht es nach nur einem Kilometer Entfernung aus, wo zwar ästhetisch ansprechende, jedoch leere Erdgeschossabschnitte herrschen und sich die Typologie ungenutzter Räume seltsam verhält. Es gibt zum Beispiel keinen Platz für Fahrräder, Gehwege werden kleiner und Autos ersetzen die Straßenbahnen. Das Projekt sollte sich eingehender mit der Geschichte, der Morphologie und der Straßenumgebung der Ilica-Straße befassen. Was sagt uns Ilica? Wie sind die Dinge so geworden, wie sie sind? Da jedes Gebiet einen anderen Ansatz erfordert, liegt der Schwerpunkt der Arbeit darin, diese Zusammenhänge zu erforschen und nach einer gründlichen Analyse mögliche Verbindungen zu ersuchen, die die Straße wiederbeleben. Dabei hebt die Arbeit den unterschiedlich genutzten Leerstand verschiedener Straßenteile der Ilica hervor. Einerseits ist dieser eine undefinierte Leere, eine urbane Mutation, andererseits verweist ein anderer Teil der Straße auf ungenützte Räumlichkeiten, die viel Potential für soziale Aktivitäten darstellen. Lösungen für Umgebungen suchen um auch auf die fehlenden gesundheitsfördernden Einrichtungen aufmerksam zu machen. Es ist Zeit, das Verhältnis zu ändern und Ilica wieder erstrahlen zu lassen! Wenn nicht jetzt, wann dann?